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Wobbler Operationen – Fachbeitrag

Myelographie

Zur weiteren Abklärung von „Wobblern“, führen wir als eine der wenigen Klinik Deutschlands routinemäßig Myelographien durch (ca. 60-70 Stück/Jahr). Dabei wird durch eine Punktion Gehirn- bzw. Rückenmarksflüssigkeit zur weiteren Analyse gewonnen und simultan ein Kontrastmittel in den Wirbelsäulenkanal eingespritzt. Anschließend wird die „Durchgängigkeit“ des Wirbelsäulenkanals auf vermeintliche Verengungen geprüft durch hochauflösende Röntgenbilder in gebeugter und überstreckter Halswirbelposition.  Nur durch diese Untersuchung kann die genaue Lokalisation von Verengungen („Stenosen“) bestätigt und gegebenenfalls operiert werden. 

Wobbler Operation“  – Halswirbelversteifungen

Als eine der wenigen Kliniken ganz Europas bieten wir auch die Halswirbelversteifung bei Pferden mittels sogenannten „Bagby Baskets“ oder Knochenplatten, abhängig vom Patienten, an. Durch die myelographisch bestätigten Engstände im Rückenmarkskanal – zumeist auf Höhe der Halswirbel und häufig bei rasch wachsenden Junghengsten – kommt  es zur Beeinträchtigung des Rückenmarkes und es entstehen sogenannte „Wobbler“. Dabei fußt das Pferd weit und unsicher bzw. zeigt  Schwierigkeiten in engen Wendungen, insbesondere in der Hinterhand. Teilweise sind solche Befunde auch bei älteren Pferden nach Frakturen oder Arthrosen der Halswirbel zu beobachten.